Spagyrik Spagyrik: pflanzliche Arzneimittel

Spagyrik

Die Spagyrik bezeichnet die pharmazeutische und therapeutische Umsetzung der Alchemie. Die Herstellung und Therapie geht auf Philipp Theophrastus Bombastus von Hohenheim (genannt Paracelsus) zurück. Paracelsus schrieb: "Darum so lern Alchemiam, die sonst Spagyriam heisst, die lernt das Falsche scheiden von dem Gerechten."

Philipp Theophrastus Bombastus von HohenheimSpagyrische Essenzen sind ungiftig, unschädlich und haben einen sehr geringen Alkoholgehalt. Sie gehören zu den wirksamsten und verträglichsten pflanzlichen Arzneimitteln.

Die Anwendung der Spagyrik
Die Spagyrik ist sehr vielseitig einsetzbar. Sei dies nun bei akuten oder chronischen Krankheiten. Die spagyrischen Essenzen vermögen auch mancher nicht richtig fassbaren Krankheit den Boden zu entziehen.

Die spagyrischen Essenzen eignen sich sowohl für die innere, als auch für die äussere Anwendung. Bei chronischen Leiden sollen täglich 3 mal 3 Sprühstösse eingenommen werden. In akuten Fällen kann auch stündlich je ein Sprühstoss eingenommen werden. Äusserlich angewendet, erzielt man eine sehr gute Wirkung, wenn die spagyrische Essenz auf den zum Krankheitsbild passenden Akupressurpunkt leicht einmassiert wird.

Sehr gute Erfolge zeigen die spagyrischen Essenzen auch bei der Anwendung an Tieren. Lesen Sie dazu unter der Rubrik Tierspagyrik weiter.

Die Herstellung der spagyrischen Essenzen
Bei der Herstellung werden die arzneilichen Heilkräfte aktiviert. Die Kräuter werden vom Ballast befreit, wobei sie in spagyrische Essenzen mit wertvollen und wirksamen Heilstoffen verwandelt werden.

Auf den Grundlagen von Paracelsus und Johann Rudolph Glauber entwickelte der Arzt Carl-Friedrich Zimpel 1870 das noch heute gültige spagyrische Herstellungsverfahren:
  1. Getrocknete oder frische Heilpflanzen aus biologischem Anbau sind die Grundlage für spagyrische Essenzen.
  2. Die Heilkräuter werden geschnitten.
  3. Im Gärbottich gären sie nun während 20 bis 25 Tagen, wobei tägliche Geruchskontrollen durchgeführt werden.
  4. Die löslichen und flüchtigen Wirkstoffe werden mittels Wasserdampfdestillation gewonnen.
  5. Die verbleibende Maische wird zur Gewinnung der Mineralstoffe und Spurenelemente zu Asche verbrannt.
  6. Diese Asche wird dann im Spezialofen bei 400°C kalziniert, um die hochwertigen Mineralstoffe der Pflanzen zu erhalten.
  7. Die kalzinierte Asche wird nun im Destillat gelöst. Diesen Vorgang bezeichnet man als "spagyrische Hochzeit".
  8. Gewisse Essenzen werden anschliessend potenziert (verdünnt) und auf diese Weise dynamisiert.
  9. Bei uns im Geschäft stellen wir Ihnen aus den einzelnen spagyrischen Essenzen Ihre persönliche Mischung zusammen.